Die Matterhorn-Gotthard-Bahn hat am Dienstag um 7.20 Uhr ihren Betrieb zwischen Fiesch und Brig wieder durchgehend aufgenommen. Wie sie mitteilte, wurde die Unfallstelle an einem unbewachten Bahnübergang bei Mörel geräumt.

Bei dem Unfall waren am Montagmorgen elf der 41 Passagiere verletzt worden, zwei davon mittelschwer. Niemand befand sich in Lebensgefahr. Ein talwärts Richtung Brig fahrender Regionalzug hatte auf dem Bahnübergang einen Lieferwagen gerammt. Der Lieferwagenlenker blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Sein Wagen ist Schrott.

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Schwierige Bergung

Der Zug bestand aus einem Triebwagen und drei Wagen. Der Triebwagen blieb nach dem Unfall aufrecht auf den Schienen stehen, der Wagen dahinter neigte sich zur Seite und der dritte Wagen kippte neben das Gleis. Der hinterste Wagen blieb auf den Schienen.

Die Bergung war schwierig, weil das abschüssige Gelände einen Kraneinsatz kompliziert machte. Die Matterhorn Gotthard Bahn stellte nach dem Unfall den Betrieb zwischen Fiesch und Brig ein und setzte Ersatzbusse ein. Die Unfallursache ist Gegenstand von Ermittlungen.

Der Lieferwagenlenker wollte von der Zubringerstrasse zu einer Fabrik in die Hauptstrasse abbiegen und übersah dabei den Zug. Der Bahnübergang verfügt weder über eine Schranke noch über ein Lichtsignal, ist jedoch mit einem Andreaskreuz versehen.

(sda/vst/moh)