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Absturz
Mehr als 70 Menschen sterben bei Flugzeug-Crash

Flughafen José María Cordóva de Rionegro: Ein Fussballteam war mit auf dem Flug. zvg

In Kolumbien ist ein Flugzeug mit 81 Personen an Bord abgestürzt, mit an Bord eine Fussballteam aus Brasilien. Die Piloten hatten offenbar Elektronik-Probleme gemeldet. Es gibt nur wenige Überlebende.

Veröffentlicht am 29.11.2016

Ein Flugzeug mit 81 Menschen an Bord, darunter ein Erstliga-Fussballteam aus Brasilien, ist in Kolumbien abgestürzt. Mindestens vier Insassen überlebten das Unglück laut Medienberichten und konnten bereits geborgen werden.

Wie die Luftfahrtbehörde in der Nacht zum Dienstag mitteilte, verunglückte die Maschine vom Typ Avro RJ85 der bolivianischen Gesellschaft Lamia am Berg El Gordo in der Nähe der Ortschaft La Unión.

Auf dem Weg zum Spiel

Bevor das vierstrahlige Flugzeug gegen 22.00 Uhr (Ortszeit) am Montagabend vom Radar verschwunden sei, hätten die Piloten Probleme mit der Elektronik gemeldet, hiess es unter Berufung auf den Kontrollturm des Flughafens von Medellín im Departement Antioquia.

An Bord der Maschine waren insgesamt 81 Menschen: 72 Passagiere sowie neun Besatzungsmitglieder. In dem Flugzeug befand sich die Mannschaft des brasilianischen Erstliga-Vereins Chapecoense, die am Mittwoch in Medellín das erste Spiel der Finalrunde des Südamerika-Cups gegen Atlético Medellín bestreiten sollte.

Unklare Zahl von Überlebenden

Die örtliche Zeitung «El Colombiano» berichtete unter Berufung auf das Rathaus der Ortschaft La Ceja, es seien zwei Verletzte geborgen worden. Es handle sich um einen Abwehrspieler des Teams und eine Stewardess. Auf Bildern war zu sehen, wie der Spieler auf einer Trage ins Spital San Juan de Dios in La Ceja gebracht wurde.

Laut dem brasilianischen Portal «O Globo» und der kolumbianischen Seite «Mi Oriente» wurden auch die beiden Torhüter der Mannschaft lebend geborgen. Der Bürgermeister von La Unión, Hugo Botero, sprach von Berichten, wonach es sechs Überlebende gegeben habe.

Inzwischen hat die Polizei mitgeteilt, dass fünf Insassen überlebt hätten.

Schwieriges Gelände

Polizisten seien als Erste zu der schwer zugänglichen Unglücksstelle gelangt, teilte die Luftfahrtbehörde mit. Die Gegend sei wegen Nebels nur auf dem Landweg zu erreichen, nicht aus der Luft. Ein Rettungs-Helikopter der Luftwaffe habe deshalb seinen Einsatz abbrechen müssen.

Der örtliche Feuerwehrchef Edison Gutiérrez sagte laut «El Colombiano», es stünden 25 Krankenwagen bereit. Sie könnten aber nicht zur Unglücksstelle gelangen. Deshalb seien Geländewagen im Einsatz.

(sda/jfr/cfr)

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