Nach einer tödlichen Tornadoserie im Süden der USA haben die Rettungskräfte nach weiteren Opfern gesucht. Durch die Unwetter kamen laut den Behörden mindestens 17 Menschen ums Leben, die meisten davon im Bundesstaat Arkansas.

Allein in Arkansas wurden nach neuen Behördenangaben 14 Tote gezählt. Zunächst war dort von 15 Todesopfern die Rede gewesen, ein Opfer sei aber doppelt gezählt worden. Besonders betroffen war die 4000-Einwohner-Stadt Vilonia. Das Stadtzentrum sei «dem Erdboden gleichgemacht» worden, sagte Bürgermeister James Firestone dem Sender CNN.

«Hier herrscht Chaos.» In Vilonia seien Gas- und Wasserleitungen geborsten, es stünden nur noch einige Mauern, berichtete Firestone am Sonntagabend weiter. «Wir haben einige Opfer.»

Laut Firestone wurden die Einwohner 45 Minuten, bevor die Stürme über Vilonia fegten, durch Sirenen gewarnt. Vermutlich seien dadurch Menschenleben gerettet worden, sagte der Bürgermeister. Aus den benachbarten Städten seien Feuerwehr und Polizei sowie die Nationalgarde zur Verstärkung angefordert worden.

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Grosse Teile der Ortschaft Mayflower mit rund 2300 Einwohnern - ebenfalls im Bundesstaat Arkansas - lagen in Trümmern. Wegen umgestürzter Autos und Schutts musste in der Gegend ein Teil der Autobahn Interstate 40, eine der grossen Ost-West-Achsen durch die USA, gesperrt werden. Der örtliche Fernsehsender TVH 11 zeigte Bilder von umgestürzten Autos, entwurzelten Bäumen und ganzen zerstörten Wohnblöcken.

Stromausfall in Kansas

Im Bundesstaat Oklahoma wurden durch die Tornados am Sonntag mindestens zwei Menschen getötet. Besonders betroffen war die kleine Stadt Quapaw. Eine Vertreterin der Katastrophenschutzbehörde sagte unter Berufung auf Rettungskräfte vor Ort, zahlreiche Gebäude seien beschädigt worden.

Auch eine Feuerwehrwache wurde demnach schwer in Mitleidenschaft gezogen. Örtlichen Medien zufolge kam im Bundesstaat Iowa ein Mensch ums Leben. Dort hob ein Tornado das Dach einer Klinik in der Kleinstadt Oskaloosa ab.

Verwüstungen wurden ebenfalls aus dem Bundesstaat Kansas gemeldet, dort gab es aber zunächst keine Opfer. Insgesamt waren rund 15'000 Haushalte ohne Strom, wie die regionalen Versorger Entergy und First Electric Cooperative mitteilten. Die Behörden gaben Unwetterwarnungen heraus. Nach den Stürmen am Sonntag und Montag wurden weitere Tornados für Dienstag erwartet.

US-Präsident Barack Obama sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Bei einem Besuch auf den Philippinen sicherte er den Betroffenen zudem Hilfen durch die Bundesregierung zu. «Ihr Land wird da sein, um Ihnen beim Wiederaufbau zu helfen, egal, wie lange dies dauert», sagte Obama.

(sda/chb)