Nach jahrelanger Flucht ist der Chef des mexikanischen Tijuana-Kartells, Fernando Sánchez Arellano, der Polizei ins Netz gegangen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Dienstag wurde der Drogenboss am Montag bei einer Razzia in Tijuana festgenommen.

Medienberichten zufolge schaute er sich gerade im Fernsehen das Fussball-WM-Spiel Mexiko gegen Kroatien an. Der 37-Jährige, «Der Ingenieur» genannt, wurde seit Jahren von seinem Heimatland und den USA gesucht. Mexiko hatte für Hinweise über seinen Aufenthaltsort eine Belohnung von umgerechnet rund 2,1 Millionen Franken ausgeschrieben.

Tijuana-Kartell kontrolliert noch immer den Grenzmarkt

Das Tijuana-Kartell ist benannt nach der gleichnamigen Stadt, die direkt an der US-mexikanischen Grenze gegenüber von San Diego liegt. Die Drogenbande hatte ihre grosse Zeit in den 1990er Jahren, als sie den Handel mit Marihuana, Kokain und anderen Drogen zwischen Mexiko und Kalifornien dominierte.

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In den vergangenen Jahren ging ihre Macht zurück, sie kontrolliert aber weiterhin Teile des Markts an der Grenze zu Kalifornien.

(sda/moh)