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Unglück
Militärtransporter von Airbus in Spanien abgestürzt

Absturzstelle bei Sevilla: Weniger Tote als zunächst befürchtet.   Keystone

Bei Sevilla ist eine Militärmaschine bei einem Testflug abgestürzt. Vier Menschen kamen dabei ums Leben. Für den Flugzeugbauer Airbus ist der Crash ein herber Rückschlag.

Veröffentlicht am 09.05.2015

Beim Absturz eines Militärtransporters vom Typ Airbus A400M sind am Samstag in Spanien vier Menschen ums Leben gekommen. Die Rettungsdienste bargen aus den Trümmern der Maschine in der Nähe des Flughafens von Sevilla zwei schwer verletzte Überlebende. Dies gab der Präfekt von Andalusien, Antonio Sanz in Sevilla bekannt. Es war der erste Absturz eines Transporters dieses neuen Typs.

Ministerpräsident Mariano Rajoy sagte, anscheinend seien alle Personen an Bord Mitarbeiter von Airbus gewesen. Der europäische Flugzeughersteller erklärte, die Maschine sei für die Türkei bestimmt gewesen. Der Absturz ist nach einer Serie von Pannen und Lieferverzögerungen im A400M-Programm der erste tödliche Unfall einer solchen Maschine. Airbus hat das Transportflugzeug für mehrere Nato-Länder entwickelt. Es soll zentraler Bestandteil der Flotten werden.

Regierungschef sagt Wahlkampfauftritte ab

Das Flugzeug ging auf einem Feld gut einen Kilometer nördlich des Flughafens von Sevilla nieder. Der Flugbetrieb in Sevilla wurde nach dem Unglück für mehrere Stunden eingestellt, berichtete die Agentur Efe. In der südspanischen Stadt lässt Airbus den A400M montieren. Der Konzern erklärte, ein Ermittlungsteam sei zur Absturzstelle geschickt worden. Dort stieg schwarzer Rauch auf, während Feuerwehrleute Brände zu löschen versuchten. Der spanische Regierungschef Rajoy sagte sämtliche für Samstag geplanten Wahlkampfauftritte ab.

Für Airbus bedeutet der Absturz einen herben Rückschlag für das A400M-Programm, das dem europäischen Konzern schon lange grosse Probleme bereitet. Als das grösse gemeinsame Verteidigungsprojekt in Europa war der Flieger für 20 Milliarden Euro entwickelt worden. Er soll von den Luftwaffen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Grossbritannien, Belgien, Luxemburg und der Türkei genutzt werden. Die Maschine war 2013 mit einer Verzögerung von drei Jahren in den Dienst gestellt worden. Anfangs hatten beim Bau des von europäischen Truppen heiss ersehnten Transporters vor allem die Turboprop-Triebwerke Probleme gemacht. Zuletzt konnte Airbus Insidern zufolge nicht genügend Rümpfe für das Modell fertigstellen.

Bis zu 18 Auslieferungen in diesem Jahr

Insgesamt plant Airbus nach den Worten Gerwerts dieses Jahr die Auslieferung von 14 bis 18 A400M. Anfang des Jahres hatte Airbus das Programm neu aufgestellt und den Chef seiner Sparte Militärflugzeuge geschasst.

(reuters/dbe)

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