Japans Politiker werden sich langsam der Nachwuchssorgen am Kaiserhof bewusster. Die Opposition und die Koalitionsparteien sprachen sich für eine Debatte darüber aus, Prinzessinnen auch nach der Heirat mit Bürgerlichen zu ermöglichen, weiter der kaiserlichen Familie anzugehören.

Diese Anregung solle als Resolution einem geplanten Sondergesetz zur Abdankung von Kaiser Akihito hinzugefügt werden, berichteten japanische Medien. Das bedeutet jedoch nicht, dass Frauen eines Tages den Thron besteigen dürfen. Dagegen gibt es im Lager der rechtskonservativen Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe starke Widerstände.

Viele Prinzessinnen

Hintergrund ist, dass der Familie von Kaiser Akihito der Nachwuchs ausgeht. Zwar brachte die Regierung kürzlich ein Sondergesetz auf den Weg, damit Kaiser Akihito wie gewünscht abdanken und den Thron seinem Sohn, Kronprinz Naruhito, übergeben kann. Mit der Zustimmung des Parlaments wird bald gerechnet.

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Doch damit ist das Problem einer stabilen Thronfolge nicht gelöst. Bislang dürfen nur Männer auf den Thron. In der jüngsten Generation der Familie gibt es mit dem 10-jährigen Prinzen Hisahito jedoch nur noch einen Jungen. Dafür aber viele Prinzessinnen. Wären auch Frauen Teil der kaiserlichen Erbfolge, wäre das Nachwuchsproblem gelöst.

(sda/gku/chb)