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Zoo
Namenloses Elefantenbaby stellt sich den Besuchern vor

Das namenlose Elefäntli im Zoo Zürich: Immer gut bewacht von Mutter Indi.  Keystone

Kaum auf der Welt hat sich das neugeborene Elefantenbaby bereits dem Publikum vorgestellt. Der oder die namenlose Kleine wird von Mutter und Tante eng umsorgt.

Veröffentlicht am 18.06.2014

Noch nicht einmal 24 Stunden ist es auf der Welt und schon hat sich am Mittwoch im Zoo Zürich das neugeborene Elefantenbaby den begeisterten Besuchern vorgestellt. Mutter, Tante und Schwester umsorgen das Jungtier aufmerksam. Welches Geschlecht es hat, ist noch unklar.

Die Geburt eines Elefanten sei ein Langzeitprojekt, sagte Zoo-Kurator Robert Zingg am Mittwoch vor den Medien. Bei einer Tragzeit von rund 22 Monaten ist der Geburtstermin nicht genau voraussagbar.

Nach vier Minuten auf den Beinen

Weil die 28-jährige Indi trächtig war, wurde der Umzug der asiatischen Elefanten in ihre neue Anlage Kaeng Krachan so durchgeführt, dass Geburt und Umsiedlung nicht zusammenfielen. Jetzt hat Indi sich allerdings doch noch mehr Zeit gelassen als gedacht.

Erste Anzeichen für die bevorstehende Geburt bemerkten die Tierpfleger im Laufe des Dienstags. Indi war unruhig, die Wehen wurden immer häufiger. Kurz nach 21 Uhr war es dann geschafft: Mit den Hinterfüssen voran kam der kleine Elefant zur Welt und vier Minuten später stand er schon zum ersten Mal auf seinen eigenen, noch etwas wackligen Beinen.

Mutter, Tante und Schwester umsorgen das Baby

Für Mutter Indi ist es der dritte Nachwuchs. Sie gebar 2002 ihre Tochter Chandra und 2005 ihren Sohn Fahim. Vater aller drei Jungtiere ist der 44-jährige Maxi. Er ist zurzeit getrennt von der Gruppe und hat sein jüngstes Kind noch nicht in Augenschein genommen. Aber die Geburt dürfte er bemerkt haben, denn sie wurde von lautem Trompeten begleitet, wie Zingg sagte.

Das Elefantenbaby wurde am seinem ersten Lebenstag nicht nur von seiner Mutter sondern auch von Tante und Schwester umsorgt. Wobei die beiden erfahrenen Elefantendamen die junge Chandra noch etwas auf Abstand hielten.

Gestatten, mein Name ist «O...»

Sobald das Geschlecht feststeht, erhält der kleine Elefant einen Namen. Fest steht schon, dass er mit einem «O» anfangen wird. Über Facebook und die Zoo-Homepage kann aus drei Vorschlägen ein Favorit ausgesucht werden.

Mit einem Bestand von 40'000 bis 50'000 Tieren gilt der asiatische Elefant als bedroht. Stark bedrängt werden die meist kleinen Populationen durch die Zerstörung ihres Lebensraums und durch Wilderei, sagte Zingg.

 

(sda/gku/sim)

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