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Urteil
Nordiren haben Anrecht auf Schwulen-Kuchen

Kuchenstreit: Ein nordirischer Bäcker ist auf die Nase gefallen. Keystone

Eine nordirische Bäckerei darf Kunden nicht sexuell diskriminieren. Sie ist mit ihrer Weigerung, einen Kuchen für eine Schwulenorganisation zu backen, vor Gericht gescheitert.

Veröffentlicht am 25.10.2016

Eine nordirische Bäckerei ist mit ihrer Weigerung, einen Kuchen für eine Schwulenorganisation zu backen, vor Gericht gescheitert. Am Montag entschied ein Berufungsgericht in Belfast, dass die Bäckerei den Auftraggeber aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert hatte.

Vor zwei Jahren hatte der Aktivist Gareth Lee bei der Ashers Baking Company einen Kuchen in Auftrag gegeben: Er solle ein Bild der Sesamstrassen-Lieblinge Bert und Ernie und die Aufschrift «Support Gay Marriage» (unterstützt die gleichgeschlechtliche Ehe) haben.

Dienstleister in der Pflicht

Dies sei ein Widerspruch zu ihrem Glauben und den Lehren der Bibel, sagte Bäckerei-Manager Daniel McArthur damals und weigerte sich, den Auftrag auszuführen. Die nordirische Gleichstellungskommission zog vor Gericht und bekam nun Recht.

Der Gerichtsentscheid bestätige die rechtliche Verpflichtung von Dienstleistern, nicht aufgrund sexueller Orientierung zu diskriminieren, teilte die Kommission mit. In Nordirland dürfen homosexuelle Paare anders als im Rest Grossbritanniens nicht heiraten.

(sda/chb/jfr)

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