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In Norditalien droht eine Rekorddürre

Trockene Erde: Seit Wochen herrscht Wassermangel im Norden Italiens. Flickr: Gabriel White

Seit Wochen regiert die Trockenheit im Norden Italiens. Der Pegel des Po liegt weit unter dem Normalwert, zahlreiche Seepegel sinken ebenfalls. Befürchtet werden Zustände wie 2003.

Veröffentlicht am 21.07.2015

In Norditalien droht eine Rekorddürre. Der Pegel des Po, des längsten Flusses Italiens, ist bis zu 7,3 Meter unter Normalwert gesunken. In den norditalienischen Regionen, durch die der 652 Kilometer lange Fluss fliesst, herrscht bereits seit Wochen Sorge wegen Wassermangel.

Ausbleibender Regen und nicht zuletzt defekte Wasserleitungen bescheren Norditalien erhebliche Versorgungsengpässe. Befürchtet werden Zustände wie im Jahr 2003, als der Fluss ein historisches Tief erreicht hatte.

Sinkende Seepegel im Tessin

Eine Reihe von Flüssen, die in den Po münden, haben wegen ausgebliebener Niederschläge gravierende Wasserprobleme. Auch die Pegel des Comer Sees und des Lago Maggiore sind stark gesunken.

Der Wassermangel bedroht zudem die Agrarproduktion. Wasserrationierung und begrenzte Feldbewässerung drohen zum Alltag zu werden, warnte der Landwirtschaftsverband Coldiretti.

Gefahr für Fauna und Flora

Die Schäden für Italiens Landwirtschaft wegen der Rekordhitze in diesen Wochen bezifferte Coldiretti auf 200 Millionen Euro. Vor allem Obstbäume, Mais- und Gemüsefelder seien betroffen.

Die Trockenheit macht nicht nur Menschen, sondern auch Tieren zu schaffen: Die Lebensräume für Fische, Frösche und Vögel in den Feuchtgebieten entlang des Po sind in ernsthafter Gefahr, warnten Umweltschützer.

(sda/ise/me)

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