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Enteignung
Österreich will sich Hitler-Haus sichern

Geburtshaus von Adolf Hitler: Das Gebäude steht leer.  Keystone

Die österreichische Regierung will das Geburtshaus von Adolf Hitler zum Staatseigentum machen. Doch die Besitzerin will nicht verkaufen. Nun erwägt der Staat eine Enteignung.

Veröffentlicht am 15.02.2015

Österreich prüft die Möglichkeit, das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau am Inn zwangsweise zum Staatseigentum zu machen. Da die Besitzerin nicht auf ein Kaufangebot eingegangen sei, werde eine Enteignung des seit gut drei Jahren leerstehenden Gebäudes in Erwägung gezogen, hiess es dazu im Innenministerium in Wien.

Man wolle damit auch verhindern, dass es zur Pilgerstätte für Neonazis werde. Das Ministerium ist seit 1972 Hauptmieter. Bis 2011 befand sich in dem Haus eine Behindertenwerkstatt. Um es weiterhin nutzen zu können, wären umfangreiche Instandsetzungsarbeiten erforderlich.

Ein Leerstand auf Dauer sei nicht erwünscht, sagte ein Ministeriumssprecher. Ob eine Enteignung möglich ist, sollen drei von der Regierung bestellte Gutachter klären.

(sda/dbe)

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