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Österreichischer Häftling wird Berater

Ernst Strasser: Wegen der Bestechlichkeit zu drei Jahren verurteilt.  Keystone

Keine Sonderbehandlung und dennoch sonderbar. Der ehemalige österreichische EU-Abgeordnete und Ex-Innenminister Ernst Strasser muss nur noch zum Schlafen ins Gefängnis.

Veröffentlicht am 12.01.2015

Der inhaftierte ehemalige österreichische EU-Abgeordnete und Ex-Innenminister Ernst Strasser arbeitet künftig als Berater für eine Firma in Wien. Nach nur acht Wochen hinter Gittern muss er nur noch zum Schlafen und am Wochenende in seine Zelle in der Justizanstalt Simmering.

Dies berichtete die Kronen-Zeitung am Montag. Eine Sonderbehandlung gebe es für den Ex-Minister nun nicht, sagte der Gefängnisleiter Josef Schmoll am Montag der Zeitung « Österreich». Wer nicht zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt ist, kann in Österreich ab dem ersten Tag im Gefängnis einen Antrag auf Freigang stellen.

Verurteilt wegen Bestechlichkeit

Strasser war im Oktober des vergangenen Jahres wegen Bestechlichkeit zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Nach Überzeugung des Obersten Gerichtshofs in Wien hatte er sich 2010 in Brüssel auf ein Lockangebot vermeintlicher Lobbyisten eingelassen, für 100'000 Euro im Jahr Einfluss auf die EU-Gesetzgebung zu nehmen. Das Angebot war jedoch eine Falle britischer Journalisten.

(sda/lur)

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