Angesichts des starken Zustroms minderjähriger Migranten aus Mittelamerika in die USA hat Papst Franziskus vor einer humanitären Krise gewarnt.

«Die internationale Gemeinschaft muss sich dieser Herausforderung stellen und neue Formen der legalen und sicheren Einwanderung schaffen», hiess es in einer Botschaft, die der apostolische Nuntius Christophe Pierre am Montag auf einer Konferenz in Mexiko-Stadt verlas.

Über 50'000 aufgegriffene Kinderflüchtlinge

An dem Treffen nahmen der Staatssekretär des Vatikans, Pietro Parolin, und die Aussenminister von Mexiko, Guatemala, Honduras und El Salvador teil. Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums wurden seit Oktober vergangenen Jahres entlang der Grenze zu Mexiko über 52'000 minderjährige Migranten ohne ihre Eltern aufgegriffen.

Die Kinder und Jugendlichen stammen meist aus Mittelamerika und fliehen vor Armut oder Gewalt in ihrer Heimat. Auf ihrem Weg durch Mexiko werden sie häufig Opfer krimineller Banden. «Eine solche humanitäre Notlage verlangt als erste Massnahme nach dem sofortigen Schutz der Kinder», schrieb Papst Franziskus in seiner Botschaft. Langfristig müsse allerdings die Situation in den Herkunftsländern der Migranten verbessert werden.

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(sda/moh)