Papst Franziskus hat gemeinsam mit Tausenden Gläubigen und Pilgern die Osternacht im Petersdom gefeiert. Mit der Zeremonie erinnerten die Menschen an die Auferstehung Jesu.

Die Feier begann vor dem Petersdom, wo die Osterkerze entzündet wurde. Anschliessend zog der Papst in einer langen Prozession mit Kardinälen und Bischöfen in den dunklen Petersdom ein. Die Kerzen symbolisieren die Auferstehung Jesu, die von den Christen weltweit gefeiert wird.

Traditionelle Taufe

Während der Osterwache taufte der Papst, einer Tradition folgend, zehn Personen, darunter eine 67-Jährige aus Kenia und eine 13-Jährige aus Kambodscha. Zudem wurden vier Italiener, drei Albaner und ein Portugiese getauft. Für Franziskus war es die dritte Osternacht seit seiner Wahl zum Pontifex im Jahr 2013.

Den Höhepunkt erreichen die Osterfeierlichkeiten am Sonntag mit einer festlichen Ostermesse auf dem Petersplatz. Anschliessend verkündet der Papst die traditionelle Osterbotschaft und spendet den Segen «urbi et orbi» (der Stadt Rom und dem Erdkreis).

42'000 Blumen und Gartenpflanzen

Im Vatikan liefen am Samstag die Vorbereitungen für die Osterfeiern: Etwa zwei Dutzend Floristen aus den Niederlanden dekorierten den Petersplatz für die Ostermesse. Insgesamt 42'000 Blumen und Gartenpflanzen sollen die Stufen vor der vatikanischen Basilika am Sonntag in ein frühlingshaftes Farbenmeer verwandeln. Die Blumen sind das traditionelle Geschenk niederländischer Blumenzüchter.

Am Freitagabend betete Franziskus mit Zehntausenden den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum. Die Meditationen für die 14 Stationen des Kreuzwegs wurden in diesem Jahr vom italienischen Bischof Renato Corti verfasst.

In den Texten ging es unter anderem um den sexuellen Missbrauch von Kindern sowie um Kinder, die als Soldaten, Sklaven oder durch Menschenhandel ihrer Rechte beraubt werden. Ausserdem ging es um religiöse Verfolgung durch bewaffnete Gruppen.

(sda/gku)