Papst Franziskus kann sich nach eigenen Worten vorstellen, wie sein Vorgänger Benedikt XVI. von seinem Amt zurückzutreten. «Ich habe das Gefühl, dass mein Pontifikat kurz sein wird», bekräftigte der 78-jährige Argentinier in einem  Interview des mexikanischen Fernsehsenders Televisa, das anlässlich seines zweijährigen Amtsjubiläums geführt wurde.

Er könne vier oder fünf Jahre im Amt bleiben, aber durchaus auch nur zwei oder drei, so Franziskus. Benedikt habe mit seinem Schritt eine Tür für seine Nachfolger geöffnet.

Erster Rücktritt seit 600 Jahren

Der Deutsche war 2013 im Alter von 85 Jahren als erstes Oberhaupt der katholischen Kirche seit 600 Jahren zurückgetreten. Er begründete seine Entscheidung damals mit nachlassender Kraft wegen seines hohen Alters.

Franziskus hat bereits mehrfach über einen möglichen Rücktritt gesprochen. Nun sagte er, der Schritt seines Vorgängers solle nicht als Ausnahme gesehen werden. Von einer Altersgrenze für Päpste halte er allerdings nichts: «Ich glaube, das Papsttum ist so etwas wie die höchste Würde. Es ist eine besondere Gnade.»

(reuters/tno/lur)

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