Das Wrack der abgestürzten Passagiermaschine von Air Algérie mit mindestens 116 Menschen an Bord ist nach Angaben der französischen Präsidentschaft klar identifiziert worden. Die Trümmer befänden sich im Norden Malis in der Region Gossi nahe der Grenze zu Burkina Faso, teilte der Elyséepalast am frühen Freitagmorgen mit.

Er bestätigte damit frühere Angaben aus Burkina Faso und kündigte zugleich an, dass französische Soldaten zur Absturzstelle unterwegs seien, um das Gebiet abzusichern und erste Informationen zu sammeln.

Viele Franzosen und ein Schweizer an Bord

Für Freitagvormittag war eine weitere Krisensitzung unter Vorsitz von Präsident François Hollande vorgesehen. Teilnehmen sollten Premierminister Manuel Valls, Aussenminister Laurent Fabius, Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian, Innenminister Bernard Cazeneuve und Verkehrsminister Frédéric Cuvillier.

Das Flugzeug mit etwa 50 Franzosen und auch einem Schweizer an Bord war in der Nacht zum Donnerstag vom Radarschirm verschwunden. Die Maschine war auf dem Weg von der Hauptstadt Burkina Fasos, Ouagadougou, nach Algier, als rund 50 Minuten nach dem Start der Funkkontakt abriss.

Spanische Chartermaschine

Nach Angaben der Behörden von Burkina Faso standen auf der Passagierliste auch vier Deutsche, 27 Bürger von Burkina Faso, acht Libanesen, sechs Algerier, fünf Kanadier, zwei Luxemburger und je einer Person aus Belgien, Kamerun, Ägypten, der Ukraine, Nigeria und Mali.

Der Jet vom Typ McDonnell Douglas MD-83 gehörte der spanischen Chartergesellschaft Swiftair. Die sechs Besatzungsmitglieder waren nach Angaben der spanischen Pilotengewerkschaft Sepla allesamt Spanier. An der Suche nach dem Flugzeug waren neben Mali auch Algerien, Niger und Frankreich beteiligt. Die Ursache für den Absturz von Flug AH5017 war zunächst nicht bekannt, es herrschte aber schlechtes Wetter.

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(sda/gku/moh)