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Peinliche Verwechslung: Romney spricht den Scheichs sein Beileid aus

Trifft nicht immer den richtigen Ton: Republikaner Mitt Romney. (Bild: Keystone)

Mitt Romney fehlt es manchmal an Fingerspitzengefühl: Nachdem er vergangene Woche bereits die Palästinenser brüskiert hat, ist er nun den Sikhs auf die Füsse getreten.

Veröffentlicht am 09.08.2012

Das war der falsche Moment für einen Versprecher: Bei einer Wahlkampfveranstaltung trat Mitt Romney ins Fettnäpfchen, indem er die Worte Sikh und Scheich (engl. sheik) verwechselte. Im Zusammenhang mit dem tödlichen Amoklauf an einem Sikh-Tempel im Staat Wisconsin vom Wochenende sprach der designierte Präsidentschaftskandidat von einem «Scheich-Tempel» und den «Scheich-Leuten», für welche er gerade an einer Schweigeminute teilgenommen habe.

Bei der Wahlkampfveranstaltung in Illinois, wo die Schweigeminute abgehalten wurde, hatte der Mormone den Namen der Sikh-Religion noch korrekt ausgesprochen. Er habe dort darauf hingewiesen, dass das Verbrechen aus vielen Gründen eine Tragödie sei, unter anderem deswegen, weil diese Menschen, «die Scheich-Leute», zu den friedlichsten und liebenswürdigsten Personen zählten, die man sich vorstellen könne. Sein Sprecher Rick Gorka erklärte, der Kandidat habe «ähnlich klingende Wörter falsch ausgesprochen». Es liege ihm fern, gläubige Sikhs zu beleidigen.

Romney hatte bereits bei einer Reise nach Grossbritannien, Israel und Polen in der vergangenen Woche Ungeschick im Umgang mit fremden Kulturen bewiesen: In England zweifelte er, ob die Olympischen Spiele gut genug organisiert seien. Die Palästinenser verärgerte er mit der Aussage, ihre wirtschaftliche Unterlegenheit gegenüber Israel habe kulturelle Gründe. 

(jev/laf/tno/sda)

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