Ein australischer Pfleger hat vor dem Obersten Gericht des Landes in Sydney den Mord an elf älteren Patienten eines Pflegeheims durch Brandstiftung gestanden. Der 37-Jährige gab am ersten Tag des Prozesses zu, das Heim vor rund zwei Jahren bewusst in Brand gesetzt zu haben.

Drei seiner hilflosen Opfer starben in den Flammen, acht weitere erlagen im Spital ihren Verletzungen. Weitere acht Menschen wurden schwer verletzt. Nach Angaben von anwesenden Reportern brachen einige der Angehörigen während des Geständnisses in Tränen aus.

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Der Angeklagte arbeitete damals im Schichtdienst in dem Heim, viele seiner Patienten waren demenzkrank oder blind. Das Heim hatte zwar Notausgänge und Feuerlöscher, aber keine Sprinkleranlage.

Kollegen und Nachbarn beschrieben den Pfleger damals als freundlichen, aber schweigsamen und zurückgezogen lebenden Mann. Als Konsequenz aus der Katastrophe ordnete die Regierung des Bundesstaats New South Wales eine Überprüfung aller Mitarbeiter in Altersheimen sowie eine Kontrolle der Gebäude an.

(vst/rcv/sda)