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Justiz
Picassos Elektriker wegen Hehlerei verurteilt

Picasso-Kunstwerk: Derartige Schätze landeten zunächst in der Mülltüte, dann in der Garage. Keystone

Nach dem Tod von Pablo Picasso hat ein Handwerker 271 Kunstwerke aus dem Haus des Malers entwendet. Er lagerte die Zeichnungen und Malerein in der Garage.

Veröffentlicht am 16.12.2016

Picassos ehemaliger Elektriker und seine Frau sind wegen der Hehlerei von Kunstwerken zu jeweils zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Berufungsgericht im südfranzösischen Aix-en-Provence sprach das Paar am Freitag schuldig, 271 Werke des spanischen Malers unterschlagen zu haben. Die Malereien und Zeichnungen waren in der Garage des Paars gefunden worden.

Das Berufungsgericht bestätigte damit ein früheres Urteil von 2015. Danach müssen die Werke an den Sohn des Künstlers, Claude Ruiz-Picasso, zurückgegeben werden. Er vertrat in dem Verfahren die Erben.

Meisterwerke in Mülltüten

Der Elektriker und seine Frau hatten in Aix-en-Provence eine neue Version der Ereignisse präsentiert: Danach soll die frühere Frau von Pablo Picasso, Jacqueline, den Elektriker nach dem Tod des Künstlers 1973 gebeten haben, die in Mülltüten verpackten Werke an sich zu nehmen. Begründet habe sie dies damit, dass es Probleme mit ihrem Sohn Claude gebe. Die Anklage ging dagegen davon aus, der Elektriker und seine Frau hätten die Kunstwerke im Auftrag von Kriminellen gehortet.

Der Fall war bekannt geworden, nachdem der Elektriker Picassos Sohn Claude im Jahr 2010 darum gebeten hatte, die Authentizität der nicht signierten Werke prüfen zu lassen. Darunter sind kubistische Kollagen und Zeichnungen von Frauen und Pferden.

(sda/ise/hon)

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