Krimi in der Luft über Athen: Der Pilot eines entführten Helikopters hat den Ausbruch eines der gefährlichsten griechischen Linksterroristen aus einem Hochsicherheitsgefängnis nahe Athen abgewendet.

Die Ehefrau des für mehrere Anschläge verurteilten Nikos Maziotis hatte den Helikopter für einen Rundflug gemietet. Kaum in der Luft, zückte sie eine Pistole und forderte den Piloten auf, den Hof des Gefängnisses von Korydallos nahe Athen anzufliegen. Dort sollte ihr Mann aus dem Hof geholt werden.

Frau gibt zwei Schüsse ab

Als der Pilot sich weigerte, gab die Frau zwei Schüsse ab, die den Piloten aber nicht trafen. Nach einem Kampf gelang es ihm, den Helikopter sicher zu landen, worauf die Frau die Tür aufmachte und verschwand. Wie ballistische Untersuchungen ergaben, war die Waffe bei einem Raubüberfall, den Maziotis verübte, eingesetzt worden.

Maziotis gilt als der Anführer der linken Untergrundorganisation Revolutionärer Kampf. Dieser verübte in den vergangenen Jahren mehrere Anschläge in Griechenland. Er soll auch am Angriff auf die Residenz des deutschen Botschafters in Athen am 30. Dezember 2013 beteiligt gewesen sein. Damals waren mehrere Schüsse aus einem Sturmgewehr auf die Residenz abgefeuert worden. Verletzt wurde damals niemand. Der Zwischenfall ereignete sich bereits am Sonntagnachmittag, wie die Polizei am Montagabend weiter mitteilte.

(sda/cfr)

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