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Prozess
Pistorius unterzieht sich psychiatrischem Test

Oscar Pistorius vor Gericht: Schuldfähigkeit überprüft.   Keystone

Der wegen Mord angeklagte Sprintstar Oscar Pistorius ist das erste Mal psychiatrisch untersucht worden. Es steht zur Debatte, ob er vermindert schuldfähig ist.

Veröffentlicht am 26.05.2014

Der wegen Mordes angeklagte südafrikanische Sprintstar Oscar Pistorius ist am Montag zu seiner ersten Untersuchung in einer psychiatrischen Klinik eingetroffen. Der 27-Jährige wurde in einer schwarzen Limousine zum Spital Westkoppies am Rande der Hauptstadt Pretoria gebracht.

An dem Gebäude herrschten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Pistorius erschien zu dem ersten Termin ohne seine Eltern und Freunde, die ihn in stets zu den Gerichtsverhandlungen begleitet hatten.

«Allgemeine Angststörung»

Der beinamputierte Sprinter muss sich wegen der Tötung seiner Freundin Reeva Steenkamp seit dem 3. März vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor, während Pistorius beteuert, Steenkamp für einen Einbrecher gehalten und deshalb auf sie geschossen zu haben.

Richterin Thokozile Masipa hatte eine psychiatrische Untersuchung des Angeklagten angeordnet, nachdem ihm eine von der Verteidigung bestellte Psychiaterin eine «allgemeine Angststörung» bescheinigt hatte. Die Untersuchung findet ambulant statt, dazu muss sich Pistorius jeden Werktag in der Klinik einfinden.

Eingeschränkte Schuldfähigkeit möglich

Sollte sich herausstellen, dass der Angeklagte nicht schuldfähig ist, könnte das Verfahren eingestellt werden. Auch eine eingeschränkte Schuldfähigkeit würde das mögliche Strafmass massgeblich beeinflussen. Sollten die Experten Pistorius hingegen für voll schuldfähig halten, wäre das ein enormer Rückschlag für seine Verteidiger. Das Verfahren soll am 30. Juni wieder aufgenommen werden.

(sda/me/sim)

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