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Vorwürfe
Plastik von Jeff Koons aus Centre Pompidou verbannt

«Fait d'hiver»: Die Plastik ist Millionen wert.   Keystone

Das Objekt «Fait d'hiver» des US-Künstlers Jeff Koons ist aus einer Ausstellung im Pariser Centre Pompidou entfernt worden. Ein Autor einer Werbekampagne erhob Plagiats-Vorwürfe.

Veröffentlicht am 23.12.2014

Nach Plagiatsvorwürfen ist eine Plastik des US-Künstlers Jeff Koons aus einer grossen Koons-Ausstellung im Pariser Centre Pompidou zurückgezogen worden. Das Werk «Fait d'hiver» sei auf Bitten des Besitzers aus der Schau genommen worden, erklärte das Museum.

Der Autor einer Werbekampagne des Bekleidungsunternehmes Naf-Naf hatte Koons vorgeworfen, für seine Porzellanskulptur, die ein Schwein neben einer liegenden, halbnackten Frau zeigt, bei ihm abgekupfert zu haben.

Nicht der erste Vorwurf

In der Naf-Naf-Werbekampagne für die Herbst-Winter-Kollektion 1985 ist eine im Schnee liegende junge Frau zu sehen. Ihrem Kopf nähert sich ein Schwein, das wie ein Bernhardiner-Hund ein Fässchen um den Hals trägt. Die in Koons' Porzellanskulptur aus dem Jahr 1988 dargestellte Szene sieht ganz ähnlich aus. Anders als in der Werbung sind unter einem Netzoberteil die nackten Brüste der Frau zu sehen, ausserdem fügte Koons zwei Pinguine hinzu.

Centre-Pompidou-Chef Alain Seban erklärte, in der Vergangenheit habe es bereits ähnliche Vorwürfe gegen andere Werke aus Koons' «Banality»-Serie gegeben. Prinzip der Serie sei es gerade, gekaufte Objekte oder Bilder aus der Presse aufzugreifen. Ein grosser Teil der zeitgenössischen Kunst nutze derartige Zitate.

Vier Exemplare

Von «Fait d'hiver» gibt es vier Exemplare. Die bislang im Centre Pompidou gezeigte Plastik war im Jahr 2007 für umgerechnet rund drei Millionen Euro bei Christie's in New York versteigert worden.

(sda/dbe)

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