Ein vor sieben Jahren aus dem Berliner Stasi-Museum gestohlenes Telefon aus dem früheren Arbeitszimmer Erich Mielkes ist wieder aufgetaucht. Das Gerät sei ebenso wie fast alle anderen damals entwendeten Gegenstände bei einer Durchsuchung in einer Wohnung und einem Keller im Stadtteil Neukölln gefunden worden, teilte die Berliner Polizei mit.

Die Ermittler waren demnach in der vergangenen Woche wegen eines anderen Falls zu dem Haus gefahren und entdeckten dort das Diebesgut. Das Telefon stammt aus dem ehemaligen Büro Mielkes im Ministerium für Staatssicherheit. Das Gebäude in der Berliner Normannenstrasse ist heute eine Forschungs- und Gedenkstätte; auch Mielkes einstige Arbeitsräume können besichtigt werden.

Ermittlungen dauern an

Im Jahr 2008 wurden bei einem Einbruch in das Museum neben dem Telefon unter anderem ein Kohlebrikett mit der Prägung «30 Jahre DDR», ein Holzbrett mit einem Lenin-Porträt und ein Eishockeyschläger aus Moskau gestohlen. Bereits im Jahr 2007 hatten Einbrecher mehrere Ausstellungsstücke entwendet.

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Die Beute aus beiden Einbrüchen fand die Polizei den Angaben zufolge nun fast vollständig in Neukölln. Zu den entdeckten Gegenständen gehörten demnach auch Spezialkameras und versteckte Mikrofone. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes in dem Fall dauern laut Polizei an.

Mielke war ab 1957 Minister für Staatssicherheit der DDR und somit einer der Hauptverantwortlichen für den Ausbau des flächendeckenden Überwachungssystems in dem kommunistischen Land.

(sda/chb)