Die Reisewelle nach Süden ist angerollt - und stand am Freitagnachmittag auf der Nordseite des Gotthard. Gegen 15 Uhr war die stehende Kolonne auf der Autobahn A2 im Urnerland vorübergehend zehn Kilometer lang, wie die TCS-Verkehrsinformation im Internet meldete.

Das bedeutete, dass Reisende zwischen Erstfeld UR und Göschenen UR mehr als eine Stunde warten mussten. Gegen Abend wurde die Schlange wieder etwas kürzer; kurz nach 20 Uhr wurden noch drei Kilometer Stau gemeldet. Der nächste Flaschenhals ist der Grenzübergang in Chiasso-Brogeda TI nach Italien. Dort war die Kolonne gegen 15 Uhr am Nachmittag allerdings lediglich einen Kilometer lang.

Wenig Stau am Südportal

Richtung Norden war der Andrang weniger gross: Auf der A2 standen die Fahrzeuge vor dem Südportal des Gotthard-Strassentunnels auf einem Kilometer.

Nach Angaben des Verkehrsinformationsdienstes Viasuisse beginnen am Wochenende unter anderem im Kanton Zürich, in mehreren deutschen Bundesländern und auch in einem Teil der Niederlande die Sommerferien. Bereits vor einer Woche schlossen in den meisten Schweizer Kantonen die Schulen für den Sommer.

Wetter im Süden ist besser

Die Reise ins Tessin dürfte sich auch wegen der Sonne gelohnt haben - das Wetter war im Südkanton nach Angaben von MeteoSchweiz bedeutend besser als nördlich der Alpen.

Nach den vergangenen Regentagen und obwohl örtlich Gewitter zusätzliches Nass gebracht hätten, bedeute die Niederschlagsmenge keinen Rekord, hiess es bei MeteoSchweiz. Ebenso wenig erreichten die tiefen Höchsttemperaturen der letzten Tage einen Juli-Rekord.

(sda/gku)