Ein auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (ISS) in Schwierigkeiten geratener russischer Raumfrachter ist offenbar endgültig ausser Kontrolle. Der unbemannte «Progress»-Frachter habe damit begonnen, auf die Erde zu stürzen, sagte ein russischer Raumfahrtvertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Die Sojus-Rakete hatte am Dienstag nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur die vorgesehene Umlaufbahn deutlich verfehlt. Kurz nach dem Start war der Kontakt zur Raumfähre verlorengegangen. Der «Progress»-Transporter enthält rund 2,4 Tonnen Nachschub für die Internationale Raumstation ISS.

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«Beunruhigende» Panne

Ein namentlich nicht genannter Experte der Flugleitzentrale nannte der Agentur Tass zufolge die Panne «beunruhigend», da sie bei einer Sojus-Rakete aufgetreten sei, die auch für bemannte Flüge genutzt werde. Möglicherweise werde der für den 26. Mai geplante Start von drei Raumfahrern zur ISS verschoben, um erst den Fehlschlag genau zu analysieren, hiess es.

(sda/gku/chb)