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Richterspruch
Salmonellen-Skandal: 28 Jahre Haft für Ex-Chef

Stewart Parnell: Soll bewusst verseuchte Erdnüsse in den Handel gebracht haben. Keystone

Stewart Parnell muss für Jahrzehnte ins Gefängnis. Das entschied ein US-Gericht. Das Unternehmen des 61-Jährigen soll mit Salmonellen vergiftete Erdnüsse in Umlauf gebracht haben.

Veröffentlicht am 22.09.2015

In den USA hat ein Lebensmittelskandal mit tödlichem Ausgang zu einer Rekordstrafe für den Hauptbeschuldigten geführt. Ein früherer Firmenbesitzer muss einem Gerichtsurteil zufolge für 28 Jahre ins Gefängnis, weil sein Unternehmen mit Salmonellen vergiftete Erdnüsse in den Handel brachte.

Dadurch starben neun Menschen, Hunderte weitere erkrankten. Die Haftstrafe für den 61-jährigen Stewart Parnell ist nach Angaben des Justizministeriums die höchste, die landesweit je in einem ähnlichen Fall verhängt wurde.

Firmen-Pleite nach Rückrufaktion

Parnells Bruder Michael (56), der ebenfalls für die Firma arbeitete, wurde von einem Bezirksgericht zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, eine weitere Mitarbeiterin zu fünf Jahren.

Den Parnell-Brüdern wurde vorgeworfen, sie hätten von der Salmonellen-Belastung gewusst. Dies hatten die beiden aber bestritten. Die Vergiftungen führten zu einem der grössten Lebensmittelrückrufe in den USA und trieben das Unternehmen Peanut Corporation of America in den Bankrott.

(reuters/dbe/ama)

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