Mehrere tausend Menschen haben am 1. August den Tag der offenen Türen genutzt und das Bundeshaus besucht. Zwischen Fragen an die Ratspräsidenten, Schweizer Schokolade, Erinnerungsfotos und einem Apéro gab es für jeden Geschmack etwas.

So gross war der Andrang, dass sich schon beim Eingang eine lange Warteschlange bildete: Junge Paare, Familien, Rentner und Touristen aus aller Welt wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, einen Blick ins Parlamentsgebäude zu werfen.

Stau wegen Schokolade

Im Inneren werden Erinnerungsfotos geschossen. «Es ist das erste Mal, dass wir ins Bundeshaus kommen. Die Architektur der Gebäude interessiert uns sehr», erklärt ein Paar aus dem Kanton Jura.

Auf der Haupttreppe staut sich die Menschenmenge schon wieder. Grund ist ein Stand des Verbands Schweizerischer Schokoladefabrikanten, an dem Schokoladetafeln an die Besucherinnen und Besucher verteilt werden. Die Touristen seien verblüfft über die Auswahl, sagt der zufriedene Verbandspräsident.

Die 5000 bereitgestellten Tafeln reichen aus. Gemäss den Parlamentsdiensten sind es wie letztes Jahr etwa 4000 Personen, die den Tag der offenen Türe im Bundeshaus nutzen. Eine Herausforderung auch für Nationalratspräsidentin Maya Graf (Grüne/BL) und Ständeratspräsident Filippo Lombardi (CVP/TI), die sich den Fragen der Besucherinnen und Besucher stellen.

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Gute Organisation

«Der Ansturm war enorm, es war eindrücklich», sagte Lombardi der Nachrichtenagentur sda. «Der Ständeratssaal war brechend voll.» Die Fragen aus dem Publikum betrafen naturgemäss politische Themen, etwa ob das Milizsystem noch zeitgemäss sei oder ob sich die direkte Demokratie nicht auch in der EU einführen lasse.

Den Besuchern aus dem In- und Ausland gefiel es im Bundeshaus. Ein Bub aus dem Kanton Zürich freute sich, «gesehen zu haben, was man sonst nie sehen kann». Und eine Frau aus Spanien, die mit ihren Eltern das Bundeshaus besuchte, lobte die gute Organisation.

(jev/sda)