Die Serie tödlicher Unglücke in den Alpen reisst nicht ab: In Frankreich und in Österreich kamen am Wochenende erneut sieben Menschen in den Bergen ums Leben. Drei Bergsteiger stürzten am Mont-Blanc-Massiv in den französischen Alpen mehr als 800 Meter in die Tiefe.

Die drei Bergsteiger - ein Führer sowie zwei Kunden aus der Region Paris - wurden seit Samstag vermisst. Ihre Leichen wurden am Sonntag am Fusse der Nordseite des 3842 Meter hohen l'Aiguille du Midi gefunden, wie Präfektur und Bergpolizei am Montag mitteilten.

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Unfallreicher Sommer

Die Opfer seien schon am Freitag abgestürzt, womöglich nachdem ein Schneeüberhang unter ihren Füssen nachgegeben habe. Erst am vergangenen Dienstag waren sechs Bergsteiger einer Seilschaft, darunter ihr Führer, am Mont-Blanc-Massiv in den Tod gestürzt, als sie den 3900 Meter hohen Aiguille d'Argentière besteigen wollten.

Der diesjährige Sommer im Montblanc-Massiv gilt als einer der unfallreichsten der vergangenen Jahre. Seit Saisonbeginn gab es bereits 20 Tote.

Base-Jumper stürzten in den Tod

Am Sonntag kamen zudem ein Franzose und ein Australier ums Leben, die in den französischen Alpen die Extremsportart Base-Jumping praktizierten. Dabei stürzen sich die Sportler von einem Felsen in die Tiefe, dann öffnen sie ihren Fallschirm.

Der 33-jähriger Australier kam laut Rettungskräften im Département Haute-Savoie ums Leben, nachdem er sein Segel falsch manövriert hatte. Im Département Isère prallte ein 55-jähriger Franzose auf Felsen, weil er offenbar seinen Fallschirm zu spät geöffnet hatte.

Zwei Wanderer in Österreich verunglückt

In Tirol kamen nach einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA zwei Wanderer am Sonntag in den Bergen ums Leben. Bei Innsbruck stürzte demnach ein 64-jähriger Einheimischer rund 150 bis 200 Meter ab. Der Mann, der allein unterwegs war, wurde nach einer Vermisstenmeldung seiner Frau auf 1340 Metern Höhe im Gebiet Achselkopf gefunden.

Zudem starb eine Frau in Oberau im Bezirk Kufstein, als sie beim Pilzesammeln mit ihrem Mann stürzte und sich dabei schwer verletzte. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten laut APA nichts mehr tun: Die 62-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

(sda/dbe/ama)