Schriftsteller Schriftsteller Gabriel Garcia Màrquez ist tot. Der Literaturnobelpreisträger ist am Donnerstag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Mexiko-Stadt gestorben, wie die staatliche Kulturbehörde Conaculta der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Sein Arzt Jorge Oseguera hatte den Gesundheitszustand des 87-Jährigen zuletzt als kritisch beschrieben.

Wegen einer schweren Lungenentzündung war García Márquez Anfang April rund eine Woche lang in einem Krankenhaus behandelt worden.

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Mitbegründer des «Magischen Realismus»

Der kolumbianische Autor hatte 1967 mit seinem Roman «Hundert Jahre Einsamkeit», der sich mehr als 30 Millionen mal verkaufte, den Durchbruch geschafft. Mit weiteren Werken wie  «Die Liebe in den Zeiten der Cholera» festigte Garcia seinen Status als international anerkannter Schriftsteller, der Roman wurde 2007 verfilmt. 1982 bekam Màrquez den Nobelpreis für Literatur verliehen. Er gilt als meistgelesener Autor Lateinamerikas und Mitbegründer des «Magischen Realismus».

Der Autor war im Jahr 1927 in der nordkolumbianischen Kleinstadt Aracataca geboren worden. Als junger Mann studierte er auf Wunsch seiner Eltern zunächst Jura. Doch das Studium langweilte ihn, Màrquez arbeitete lieber als Filmkritiker und Auslandskorrespondent in Europa. Zeit seines Lebens blieb Màrquez ein politisch engagierter Autor. Dabei bot vor allem seine Freundschaft mit Fidel Castro immer wieder Anlass zu Kritik.

Màrquez war bereits im Jahr 1999 an Krebs erkrankt. Er konnte geheilt werden, litt allerdings in den letzten Jahren seines Lebens an Demenz.

(me, mit sda)