Der schwedische Schriftsteller und Theaterregisseur Henning Mankell ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Dies teilte sein Verleger mit. Der in Stockholm geborene und zuletzt abwechselnd in Schweden und in Mosambik an der afrikanischen Ostküste Lebende war vor einigen Jahren an Krebs erkrankt. Er starb am Montag in Göteborg.

Erst kürzlich hatte Mankell über seine Krankheit ein Buch veröffentlicht. In «Treibsand – Was es heisst, ein Mensch zu sein» schrieb er sehr persönlich über sein Leben nach der erschütternden Diagnose, die er Anfang 2014 erhalten hatte.

Vater von Wallander

Mankell wurde durch seine Krimis über den Ermittler Kurt Wallander berühmt, von denen viele auch verfilmt wurden.

Der Bestseller-Autor war aber nicht nur Schriftsteller, sondern ein zutiefst politischer Mensch. Er war aktiv in der schwedischen 68er-Bewegung und beteiligte sich an Protesten gegen Portugals Kolonialkrieg in Afrika. In der ehemaligen portugiesischen Kolonie Mosambik – in der Hauptstadt Maputo – leitete er ein Theater.

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(sda/ise/hon)