Am Hamburger Hauptbahnhof ist am frühen Sonntagmorgen ein Sonderzug losgefahren, der G20-Gegner in Richtung Basel bringen sollte. Die Abfahrt verzögerte sich um gut eine Stunde, weil die Polizei die Personalien von Mitfahrenden aufnehmen und Videos von ihnen machen wollte. Mit der Massnahme sollte nach mutmasslichen Straftätern gesucht werden, wie die Polizei erklärte. Letztlich kontrollierten die Beamten allerdings nur oberflächlich. Festnahmen gab es nicht.

Wie der «Sonntagsblick» berichtet, waren Hundert Schweizer Linksaktivisten für die Anti-G-20-Demonstrationen in den Norden Deutschlands gereist. Viele von ihnen wohl in friedlicher Mission, zahlreiche Protestumzüge waren bunt und gewaltfrei. Doch einige Dutzend Linksautonome aus der Schweiz reihten sich demnach im Schwarzen Block ein. Mehrere militante Schweizer Extremisten wurden bei den gewalttätigen Protesten festgenommen.

Mindestens ein Deutschschweizer in U-Haft

Mindestens eine Person befindet sich derzeit in U-Haft. Es handelt sich um einen Mittzwanziger aus der Deutschschweiz. Er dürfte noch mindestens zwei Wochen in Untersuchungshaft bleiben. Viele andere Schweizer Linksaktivisten in Hamburg kehrten heute wieder mit einem Sonderzug nach Basel zurück.

(sda/moh)