Die Österreicher sind zum ersten Mal die fleissigsten Bahnfahrer in der EU. 2013 wurden pro Kopf im Schnitt 1425 Kilometer mit der Bahn gefahren. Damit wurde der bisherige Spitzenreiter Frankreich knapp überholt. Europameister bleiben jedoch die Schweizer.

In der Eidgenossenschaft wurden mit rund 2430 Kilometer pro Person noch 1000 Kilometer mehr auf der Schiene zurückgelegt. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) auf Basis von Daten der EU-Kommission.

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Südeuropäer sind Schlusslicht

Insgesamt wurden 2013 mit Österreichs Bahnen 12,1 Milliarden Personenkilometer gefahren. Hinter Österreich und Frankreich liegt Schweden im EU-Ranking an dritter Stelle, knapp vor Dänemark. Schlusslicht beim Bahnfahren ist in der EU Griechenland mit lediglich 75 Kilometern pro Person. Malta und Zypern haben kein Bahnnetz.

Insgesamt ist in vielen EU-Staaten ein Trend zum Bahnfahren erkennbar. Im Vergleich zum Jahr 2005 sind die mit der Bahn gefahrenen Kilometer neben Österreich auch in Grossbritannien, Schweden und Luxemburg stark gestiegen.

Rückgang in Osteuropa

Zuwächse gab es seit dem Jahr 2005 unter anderem auch in der Slowakei, Frankreich, Deutschland, Niederlande und Dänemark. Einen Rückgang verzeichneten hingegen Italien und einige osteuropäische Staaten, wie Ungarn, Bulgarien und Rumänien, so der VCÖ.

(sda/ise/ama)