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Auszeichnung
Schweizer Film brilliert an den französischen Oscars

Claude Barras: Der Waliser Regisseur nahm in Paris die Preise entgegen.   Keystone

Grosse Ehre für «Ma vie de Courgette»: Der Animationsfilm des Schweizer Regisseurs Claude Barras gewinnt zwei «Césars». Auch ein bekannter Hollywood-Star wird bei der Preisverleihung gefeiert.

Veröffentlicht am 25.02.2017

Der Schweizer Beitrag «Ma vie de Courgette» («Mein Leben als Zucchini») hat am Freitagabend bei der Filmpreisverleihung in Paris zwei Césars gewonnen. Nach der Auszeichnung in der Kategorie Animationsfilm erhielt er auch den Preis für das beste adaptierte Drehbuch.

«Ma vie de Courgette» des Wallisers Claude Barras war auch in der Kategorie Beste Musik nominiert. Für einen Preis reichte es hier allerdings nicht. Die schweizerisch-französische Co-Produktion erzählt die Geschichte eines Knaben, der allein mit seiner Mutter aufwächst. Nach deren Tod kommt er in ein Heim, wo er nach anfänglichen Schwierigkeiten schliesslich neue Gefährten findet.

Regisseur zeigte Emotionen

Barras nahm den Preis sichtlich bewegt und auch stolz aus den Händen der Schauspielerin Marthe Vilalonga entgegen. Sein Film sei eine Hommage an die Aussenseiter, eine Lobrede auf die Ohnmacht, sagte Barras. Der Film wolle zeigen, dass Unterschiede nicht Quelle von Angst, sondern von Reichtum seien.

Die Filmszenen mit dem kleinen Jungen mit blauen Haaren und einem riesigen Kopf wurden in Echt mit Miniaturkulissen und Requisiten dargestellt, die Puppen zwischen jeder Aufnahme minimal bewegt. Stop-Motion-Technik nennt sich das Verfahren, mit dem täglich wenige Sekunden Film gedreht wurden. Acht Millionen Franken kostete die Produktion.

Ehrenpreis für Clooney

Der Hollywoodstar George Clooney erhielt in Paris für seine Karriere den französischen Ehren-César. Er sei glücklich, hier zu sein, und stolz, der Ehemann Amals zu sein, sagte der 55-Jährige am Freitagabend bei der Verleihung der französischen Filmpreise.

«I love you much», warf er der 39-jährigen Juristin zu. Er freue sich auf die kommenden Wochen und Monate, erklärte er glücklich strahlend weiter. Damit spielte er auf die Schwangerschaft seiner Frau an. Amal Clooney wird voraussichtlich im Sommer Zwillinge zur Welt bringen.

Clooney kam auf die Politik zu sprechen

In seiner Dankesrede erwähnte er auch die politische Lage in den USA und die Politik des Präsidenten Donald Trump. Man dürfte keine Angst vor dem anderen haben, erklärte er weiter. Man müsse gemeinsam gegen den Hass in der Welt kämpfen. Die Liebe triumphiere über den Hass.

(sda/mbü)

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