Die Heiratsfreudigkeit ist 2013 in der Schweiz regelrecht eingebrochen. Noch 39'500 Paare gaben sich das Ja-Wort, so wenige wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Auch die Zahl der Scheidungen und der Geburten ging 2013 zurück, während die Todesfälle zunahmen.

Im Vergleich zum Vorjahr registrierte das Bundesamt für Statistik (BFS) bei den Eheschliessungen gemäss provisorischen Zahlen ein Minus von 7,4 Prozent. Es ist dies der stärkste jährliche Rückgang seit Mitte der 70er-Jahre. Ähnlich selten wie 2013 läuteten die Heiratsglocken letztmals 2004.

Die Zahl der neu eingetragenen Partnerschaften blieb 2013 mit 690 fast stabil. Mit 460 Paaren begründeten Männer doppelt so häufig eine eingetragene Partnerschaft als Frauen. Die Zahl der Scheidungen ging 2013 leicht um 500 auf 17'000 Fälle zurück.

Weniger Geburten, mehr Todesfälle

Die Geburtenzahl reduzierte sich von 82'200 im Jahr 2012 auf 82'000. 42'000 der Neugeborenen waren Knaben, 40'000 Mädchen. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt stieg 2013 weiter an, und zwar von 31,5 auf 31,6 Jahre. Die mittlere Anzahl Kinder pro Frau im gebärfähigen Alter blieb mit rund 1,5 konstant.

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Gestorben sind nach den vorläufigen Ergebnissen der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung 2013 rund 64'800 Personen, ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit liegt die Schweiz im gesamteuropäischen Trend, der unter anderem auf die Alterung der Bevölkerung zurückgeführt wird.

Diese Entwicklung wird sich nach den Szenarien des BFS weiter beschleunigen, weil immer mehr Angehörige der Baby-Boom-Generation zu Betagten werden. Deshalb werden auch mehr Todesfälle auftreten.

(sda/dbe/sim)