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Schweizer Raser machen deutsche Autobahn unsicher

Raser auf der Autobahn: Ein 21-jähriger Schweizer wurde aus dem Verkehr gezogen. Keystone

Strassenrowdies haben am Sonntag die deutsche Autobahn nördlich von Basel unsicher gemacht. Mit ihren übermotorisierten Autos überholten sie andere rechts oder bremsten sie aus.

Veröffentlicht am 10.10.2016

Schweizer Strassenrowdies haben am Sonntag die deutsche Autobahn nördlich von Basel unsicher gemacht. Mit ihren übermotorisierten Autos überholten sie andere rechts oder bremsten sie aus. Offenbar waren sie unterwegs zu einem Rennen in Lahr D.

«Zahlreiche Notrufe und Anzeigen» seien am Sonntag eingegangen, teilte das Polizeipräsidium Freiburg im Breisgau am Montag mit. Die Anrufer hätten auf der BAB5 Autorennen und Raser mit Schweizer Schildern gesehen oder erlebt – am Morgen nordwärts, am Abend südwärts. Nun werden Zeugen und weitere Betroffene gesucht.

Drei Strafanzeigen, eine Busse

Die Rowdies überholten teils auf dem Pannenstreifen, bremsten andere Verkehrsteilnehmer aus, um vor sich freie Fahrt für Beschleunigungen zu haben, und nötigten andere. Dazu kamen laut einem Polizeisprecher Beleidigungen mit dem Mittelfinger und ähnliches.

Das Polizeipräsidium zog zur Kontrolle von Fehlbaren Verstärkung der Bundespolizei bei; der Einsatz überstieg mit diversen Streifenwagen deutlich das Routinemässige. Bislang wurden laut dem Sprecher 15 Übeltäter «festgestellt»; dabei gab es drei Strafanzeigen mit Strafverfahren und eine Anzeige wegen mit Busse.

3000 Franken Sicherheitsleistung für Schweizer

Ein 21-jähriger Schweizer wurde gleich vor Ort aus dem Verkehr gezogen: Er missachtete ein früher verhängtes Fahrverbot, weshalb er gleich 3000 Franken Sicherheitsleistung hinterlegen musste. Zudem wurde sein Fahrausweis beschlagnahmt. Bereits jenes Fahrverbot hatte er wegen Raserei gefasst; er ist demnach Wiederholungstäter.

Als Hintergrund für die geballten Verstösse vermutet die Polizei ein Beschleunigungsrennen auf dem Flugplatz Lahr (D). Teilnehmen konnte man dort mit einem Startgeld von 299 Euro pro Auto, das mindestens 300 PS Motorenleistung aufweisen musste.

(sda/moh)

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