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Naturkatastrophe
Schweres Erdbeben in Peru fordert Tote

Peru: Das Erdbeben im Süden des Landes hatte die Stärke 5,3. Keystone

Im Süden von Peru hat die Erde gebebt. Mindestens vier Menschen kamen dabei ums Leben, darunter ein US-Tourist. Weitere Tote sind in schwer erreichbaren Gebieten zu befürchten.

Veröffentlicht am 15.08.2016

Bei einem Erdbeben im Süden Perus sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. 52 Menschen wurden bei dem Beben der Stärke 5,3 im Departement Arequipa am Sonntagabend verletzt, wie die Regionalregierung mitteilte. Zuvor war von neun Todesopfern die Rede gewesen.

Das Zentrum des Bebens wurde nach Angaben der Erdbebenwarte IGP in 8 Kilometern Tiefe bei Chivay, 750 Kilometer südöstlich von Lima geortet. Am frühen Montagmorgen (Ortszeit) folgten mehrere Nachbeben. Das Beben löste einen folgenschweren Erdrutsch aus. Mindestens 120 Häuser seien eingestürzt, erklärte die Gouverneurin von Arequipa, Yamila Osorio.

Noch weitere Opfer zu befürchten

Unter den Opfern ist ein 66-jähriger US-Bürger, der in einem schwer beschädigten Hotel in Yanque am Eingang des Colca-Tals logierte. Der Colca Canyon ist ein beliebtes Tourismusziel.

Zunächst hätten die Einsatzkräfte nicht zu den vermutlich am schwersten betroffenen Gebieten vordringen können. Der Vertreter des Zivilschutzes sagte, unter den Trümmern seien möglicherweise noch weitere Opfer verschüttet.

Gefährdete Region

«Wir haben eine sehr starke Erschütterung gespürt, die Schäden im ganzen Colca-Tal verursacht hat», sagte der Bürgermeister von Caylloma, Rómulo Tinta, dem Radiosender RPP. Die Kommunikation mit den umliegenden Dörfern sei unterbrochen. Die örtlichen Behörden hätten schweres Gerät angefordert, um sich Zugang zu den zerstörten Gebieten zu verschaffen.

Peru liegt am sogenannten pazifischen Feuerring, einer besonders erdbebengefährdeten Region. Dabei handelt es sich um eine Kette von Vulkanen und seismologisch aktive Gebiete, die den pazifischen Ozean umgeben. Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,9 im August 2007, waren in dem südamerikanischen Land fast 600 Menschen gestorben.

(sda/jfr)

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