Sensoren, Satelliten, Algorithmen – ständig entsteht eine Unmenge an Daten und Messwerten, die neue Chancen bieten, bisher unbekannte Zusammenhänge aufzudecken und Muster zu erkennen. Wir leben längst in der Ära der «Big Data», also der riesigen Datenmengen, die die Digitalisierung mit sich gebracht hat.

Um die Kompetenzen der Schweiz rund um «Big Data» zu erweitern, lanciert der Nationalfonds dafür ein Nationales Forschungsprogramm (NFP75) mit einem Budget von 25 Millionen Franken, wie der SNF am Dienstag mitteilte. Aus 172 Anträgen wurden dafür 36 Projekte ausgewählt, die an 15 Schweizer Hochschulen durchgeführt werden.

Erste Ergebnisse im 2019

Dabei geht es um drei Themenfelder: die Entwicklung neuer Methoden der Datenanalyse, konkreter Anwendungen für Industrie und öffentlichen Sektor, sowie ethische und juristische Fragen, die im Zusammenhang mit «Big Data» entstehen. Die ersten Ergebnisse sollen 2019 veröffentlicht werden, 2022 wird ein Synthesebericht folgen, schrieb der SNF.

«Entscheidend ist, dass die Politik und Justiz in der Lage sind, Gesetze und Verordnungen schnell anzupassen, damit wir Big Data effektiv und ohne negative Folgen nutzen können», liess sich Christian S. Jensen, Präsident der Leitungsgruppe des NFP75, in der Mitteilung zitieren. Mit ihrer beeindruckenden Infrastruktur und dem hohen Bildungsniveau ihrer Bürger sei die Schweiz für die Big-Data-Forschung sehr gut aufgestellt.

(sda/ise/me)