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Sicherheitsdienst
Spucken, beleidigen, schlagen: Streik im Louvre

Louvre in Paris: Die Mitarbeiter des Pariser Wahrzeichens protestieren gegen die Arbeitsbedingungen. (Bild: Keystone)

Aggressive Taschendiebe machen den Angestellten des Pariser Louvres zu schaffen. Die Museumsleitung hat Polizeiverstärkung angefordert.

Veröffentlicht am 10.04.2013

Der Louvre in Paris hat am Mittwoch dicht gemacht - wegen eines Protests der Mitarbeiter gegen die zunehmende Zahl von Taschendieben. Die Bediensteten des Museums beklagten sich darüber, dass die Taschendiebe immer aggressiver auftreten, wie die Direktion mitteilte.

Etwa 200 Angestellte hätten daher von ihrem Recht Gebrauch gemacht, die Arbeit niederzulegen. Die Louvre-Leitung hatte bereits im Dezember vergangenen Jahres eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Paris wegen der Taschendiebe erstattet und Polizeiverstärkung angefordert. Mehrere Bedienstete hätten sich über «Anspucken, Beleidigungen, Bedrohungen und Schläge» dieser Banden beschwert, die die Museumsbesucher ausrauben, hiess es.

Protest gegen Arbeitsbedingungen

Eine Sicherheitsfrau im Louvre hob hervor, dass es schon immer Taschendiebe im Louvre und an anderen touristischen Plätzen in Paris gegeben habe, seit rund anderthalb Jahren seien die Banden aber immer gewalttätiger und professioneller.

Nach einer Betriebsversammlung und einem Treffen von Gewerkschaftern mit der Museumsleitung versammelten sich etwa hundert Louvre-Angestellte vor dem Kulturministerium in Paris, um gegen ihre Arbeitsbedingungen zu protestieren.

(vst/sda)

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