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Widerstand
Stargeiger Rieu kämpft gegen Busse wegen Kinderarbeit

André Rieu: Der Spitzengeiger ist auch unter dem Spitznamen «Walzerkönig» bekannt. Getty

Ein niederländisches Gericht hat den Musiker André Rieu wegen Kinderarbeit gebüsst. Der Stargeiger will die Strafe aber nicht akzeptieren.

Veröffentlicht am 25.10.2017

Stargeiger André Rieu ist wegen Kinderarbeit gebüsst worden. Minderjährige Musiker hatten den Spitzengeiger zu später Stunde bei einem Konzert auf der Bühne begleitet. Die Strafe findet Rrieu unfair. Der Stargeiger André Rieu hat vor Gericht eine Geldstrafe angefochten, die er wegen des Einsatzes minderjähriger Musiker bei Konzerten zu später Stunde zahlen soll. Die Geldstrafe von 116'000 Euro sei «absurd hoch und unverhältnismässig».

«Die Kinder waren zu der Uhrzeit für ein paar Minuten auf der Bühne, aber sie haben dem Publikum bloss am Ende des Konzerts zugewunken», argumentierte Rieus Anwalt Sander Lely am Dienstag vor Gericht in Roermond. Bei Rieus Konzerten sei es üblich, dass sich alle am Konzert Beteiligten am Ende vom Publikum verabschieden.

Auftritt in Maastricht

Die jungen rumänischen Panflötenspieler, die Rieu zur Kinderarbeit gezwungen haben soll, waren im Jahr 2015 bei sieben seiner Konzerte in Rieus Geburtsstadt Maastricht aufgetreten. Nach Angaben des niederländischen Gewerbeaufsichtsamtes handelte es sich um elf Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren, die zwischen 19.00 Uhr und Mitternacht gearbeitet hatten.

In den Niederlanden dürfen Kinder und Jugendliche nach 23.00 Uhr nicht mehr auftreten. Ursprünglich sollte Rieu 236'000 Euro Busse zahlen, der Betrag wurde dann aber verringert. André Rieu, der auch den Spitznamen «Walzerkönig» hat, gilt als der weltweit bekannteste moderne Geiger. Er hat bereits mehr als 40 Millionen Platten verkauft.

(sda/mbü)

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