Das bevorstehende Auffahrt-Wochenende führt zu kilometerlangen Staus vor dem Gotthard-Strassentunnel. Erschwerend wirkt sich aus, dass die Gotthard-Bahnstrecke wegen der Zugkollision in Erstfeld UR lahm gelegt war.

Gemäss dem Verkehrsinformationsdienst Viasuisse war es bereits am Morgen gegen 9.30 Uhr zu ersten Staus und Wartezeiten vor dem Gotthard-Nordportal in Göschenen UR gekommen.

Wartezeiten von mehr als anderthalb Stunden

Kurz vor 15 Uhr war die stehende Autokolonne in Richtung Tessin bereits auf sieben Kilometer angewachsen. Dies entsprach einer Wartezeit von mehr als einer Stunde.

Eine Stunde später betrug die Staulänge bereits zehn Kilometer. Dies führte zu Wartezeiten von mehr als anderthalb Stunden. Immerhin wurde die Wintersperre am Gotthardpass aufgehoben.

A13 als Alternative

Auch weiter südlich bildeten sich am Nachmittag Staus: So mussten sich die Autofahrenden am Zoll Chiasso-Brogeda bei der Ausreise nach Italien gedulden und stockender Verkehr herrschte auch an der Zollstation Stabio Gaggiolo. Zudem kam es im Tessin auf Haupt- und Kantonsstrassen vereinzelt zu Behinderungen.

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Als Alternativroute für die Fahrt in den Süden wurde die San-Bernardino-Route A13 empfohlen.

Staus bis in die Nacht erwartet

Da die meisten Verkehrsteilnehmer erst am Nachmittag losgefahren waren, rechnete viasuisse mit einer weiteren Zunahme des Staus vor dem Nordportal in Göschenen. Es sei sogar möglich, dass sich der Stau in Richtung Tessin erst am späten Abend oder sogar in der Nacht komplett auflösen werde.

Ein Umsteigen auf die Bahn, um den Staus auszuweichen, war nicht möglich, weil eine Güterzugskollision in Erstfeld die Gotthard-Bahnstrecke tagsüber lahmgelegt hatte.

Behinderungen auf Bahnstrecke

Zudem kam es auf der Bahnstrecke Zürich-Lenzburg während rund vier Stunden zu Behinderungen. Der Bahnhof Mellingen Heitersberg im Kanton Aargau war wegen eines Personenunfalls zeitweise nicht befahrbar. Zahlreiche Fernverkehrszüge wurden über Baden/Brugg umgeleitet oder fielen aus.

(sda/tno/me)