Grosser Stromausfall in Zürich: Das Licht war in mehreren Quartieren erloschen. Höngg, Wipkingen, Teile des Niederdorfs und Gebäude entlang des Sihlquais waren heute Morgen ohne Strom. Der Ausfall betraff auch das Gebiet am Escher-Wyss-Platz und Limmatplatz. Die Ampeln funktionierten nicht. 

Der Grund für den Ausfall: Um 8.16 Uhr hat es im Unterwerk Letten einen Kurzschluss gegeben, mehr als 21'000 Anschlüsse waren betroffen. Verursacht hat den Ausfall ein technischer Defekt an einer Verteilanlage, über die der Strom an die Haushalte geliefert wird. Mittlerweile fliesst der Strom wieder überall. Die letzten Anschlüsse wurden um 11.30 Uhr wieder ans Netz genommen.

Trams ausgefallen – Verspätungen und Umleitungen

Der Hauptbahnhof lag am Morgen im Dunkeln. Zwar konnten die Züge fahren, aber Rolltreppen standen still, Billettautomaten, Anzeigetafeln und Durchsagen funktionierten nicht. Nur eine Notbeleuchtung sorgte für Helligkeit. Nach einer halben Stunde lief am HB alles wieder normal, wie SBB-Sprecher Reto Schärli sagte.

Der Ausfall hatte starke Folgen für den Verkehr in der Innenstadt: Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) meldet für mehrere Tramlinien Ausfälle auf unbestimmte Zeit, unter anderem um den Limmatplatz. Es komme zu Verspätungen und Umleitungen, Fahrgästen wird der Umstieg auf Busse und S-Bahnen empfohlen. Die Stadtpolizei Zürich regelte an mehreren grossen Kreuzungen den Verkehr. Per Twitter forderte die Stadtpolizei Zürich dazu auf, Signale und Markierungen zu beachten und mehr Zeit einzurechnen.

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Übertragung zur Bundesratswahl unterbrochen

Auch das Netz der UPC Cablecom war in den betroffenen Gebieten ausgefallen, bestätigte der Anbieter. Die Fernsehübertragung und auch WLan-Verbindungen waren betroffen. TeleZüri konnte darum nicht über die Bundesratswahlen berichten. Ab 10 Uhr gab es aber eine Notleitung, mit deren Hilfe das Programm wieder aufgenommen werden konnte, meldete AZ-Medien-Chefredaktor Markus Gilli per Twitter.

Aufgrund des Kurzschlusses sei in mehreren Gebäuden der Alarm losgegangen, sagt ausserdem Polizeisprecher Marco Bisa. Die Polizei sei dem nachgegangen, es habe sich aber um Fehlalarme gehandelt.