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Hamburg
Tausende Menschen protestieren gegen G20

«Lieber tanz ich als G20»: Demo im Hamburger Schanzenviertel. Keystone

Unter dem Motto «Lieber tanz ich als G20» haben Tausende Demonstranten friedlich gegen den G20-Gipfel protestiert. Auch aus der Schweiz reisten Hunderte Aktivisten mit einem Sonderzug an.

Veröffentlicht am 06.07.2017

Tausende Demonstranten haben in Hamburg friedlich gegen den G20-Gipfel protestiert. Etwa 11'000 Menschen zogen am Mittwochabend zu lauter Techno-Musik unter dem Motto «Lieber tanz ich als G20» durch die Innenstadt. Grössere Zwischenfälle blieben laut Polizei aus.

Am Nachmittag zuvor waren rund 200 Aktivisten mit einem Sonderzug von Basel aus nach Hamburg aufgebrochen. Bevor sie ihre Reise antreten konnten, mussten sie sich im Badischen Bahnhof einer minuziösen Polizeikontrolle unterziehen. Total wurden den deutschen Behörden zufolge 210 Personen kontrolliert. 33 Personen wurde die Einreise nach Deutschland verweigert. Abgesehen hatten es die Einsatzkräfte auf allfällige gewaltbereite Demonstranten.

Zwei Protest-Camps erlaubt

Unterdessen erhielten die G20-Gegner nun doch die Erlaubnis, in zwei Protest-Camps in Hamburg zu übernachten. Im Elbpark Entenwerder genehmigte das Oberverwaltungsgericht den Aufbau von 300 Schlafzelten. Auch im Altonaer Volkspark dürfen die Demonstranten übernachten, hier wurden nach Angaben der Polizei ebenfalls 300 Zelte zugelassen.

Die Frage der Übernachtungscamps sorgt in Deutschland seit Wochen für Aufregung. Am Sonntag hatten die Einsatzkräfte noch den Versuch unterbunden, im Protest-Camp Entenwerder Schlafzelte zu errichten. Dabei kam es zu kleineren Auseinandersetzungen. Auch in Altona hatte die Polizei den Aufbau von Schlafzelten zunächst verhindert.

8000 gewaltbereite Linksextremisten

Die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer treffen sich am Freitag und Samstag in Hamburg. Zehntausende Gegendemonstranten aus verschiedenen Lagern werden erwartet, darunter bis zu 8000 gewaltbereite Linksextremisten. Es wird mit Ausschreitungen gerechnet. Mindestens 19'000 Beamte werden das Gipfeltreffen absichern.

(sda/cfr/me)

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