Um vier Uhr früh hat mit dem Morgenstreich die Basler Fasnacht 2016 begonnen. Tausende standen in der verdunkelten Innenstadt und verfolgten das Spektakel von Fasnachtslaternen und Trommel- und Piccolomärschen.

Mit dem Vieruhrschlag gingen in der Innenstadt die Strassenlichter aus, und aus den Larven der Tambourmajore heraus ertönte, worauf Fasnachtsenthusiasten ein Jahr lang gewartet hatten: «Morgestraich – vorwärts marsch!» Darauf zogen die Cliquen im langsamen Schritt der Fasnachtsmärsche hinter ihren Fasnachtslaternen durch die Altstadt.

Tausende Schaulustige

Die Cliquenzüge bahnten sich einen Weg durch die Menge, blieben aber auch immer wieder stecken. Nur das Licht der grossen Fasnachtslaternen erhellte die Szenerie. Tausende Schaulustige waren mit Bahn, Car, Bus, Tram oder Auto angereist, und folgten dem Schauspiel bei trockenem Wetter und Temperaturen um die vier Grad. Drei Tage lang wird die Fasnacht nun die Stadt in Beschlag nehmen.

«Mer mache dicht» heisst das Motto der Basler Fasnacht 2016, das auf das Ladensterben anspielt. Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses kämpft Basel mit dem Einkaufstourismus ins nahe Ausland. Mehrere Traditionsgeschäfte haben im vergangenen Jahr «dicht gemacht».

Cortège und Schnitzelbänkler

Ladensterben, Einkaufstourismus und das grenzüberschreitende 8er-Tram werden auch von diversen Cliquen ausgespielt. Neben den Themen zum «besorgniserregenden Zustand von Basel» sind Sujets zu Problemen in der Gesellschaft und der Politik angekündigt worden. Genaues zeigen wird sich allerdings erst am Cortège vom Nachmittag.

Für den Umzug durch die Innenstadt vom Montag- und Mittwochnachmittag haben sich beim Basler Fasnachts-Comité 465 «Fasnachts-Einheiten» angemeldet: Cliquen, Wagen, Guggenmusiken und andere. Ab Montagabend sind auch die Schnitzelbänkler unterwegs und singen in den Lokalen ihre Verse.

(sda/ise/me)

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