Myanmars Abgeordnete müssen im Parlament weiter einen Turban tragen. Der Antrag eines Abgeordneten, auf das aus seiner Sicht lästige Kleidungsstück zu verzichten, wurde von der Mehrheit im Unterhaus abgeschmettert. Dies berichteten Medien des südostasiatischen Landes (vormals Burma) am Samstag.

Die traditionelle Kopfbedeckung täglich acht Stunden an fünf Tagen die Woche zu tragen, könne den Kopf überhitzen und zu Gesundheitsproblemen führen, hatte der Abgeordnete Win Htein von der oppositionellen Nationalen Liga für Demokratie argumentiert. Dagegen fand der Gesundheitsausschuss der Volksvertretung, dass der Turban zur Ausstattung eines Abgeordneten dazugehöre und für Würde, Respekt und Anstand stehe.

Keine Gefahr für die Gesundheit

Der Turban ist Teil der traditionellen Tracht verschiedener Ethnien im Land. Er besteht aus einer mehrfach um den Kopf gewickelten Stoffbahn, von der ein Streifen zur rechten Seite herunterhängt.

«Die Leute betrachten die Turbanträger als Personen, die im Interesse des Landes arbeiten und die nationalen Traditionen in Ehren halten», sagte Ausschussmitglied Maung Maung Win. Einziges Gesundheitsproblem könne ein leichter Haarausfall sein.

(sda/gku)