In Uruguay ist das weltweit erste Gesetz zur Legalisierung des staatlich kontrollierten Marihuana-Anbaus und -Handels in Kraft getreten. Das teilte die uruguayische Drogenbehörde JND mit.

Das Gesetz sieht den Verkauf an registrierte Konsumenten von bis zu monatlich 40 Gramm Cannabis pro Person in Apotheken vor. Der Vertrieb soll aber erst gegen Ende November oder Anfang Dezember in Gang gesetzt werden.

Privatpersonen dürfen andererseits nach dem Gesetz bis zu sechs Cannabis-Pflanzen züchten. Zudem werden Marihuana-Clubs mit 15 bis 45 Mitgliedern erlaubt. Diese dürfen bis zu 99 Pflanzen pflegen.

Bekämpfung der Drogenkartelle erhofft

Die linke Regierung des Präsidenten José Mujica erhofft sich von der Massnahme eine effizientere Bekämpfung der Drogenkartelle. Die JND hat sich als Ziel einer ersten Etappe gesetzt, mit einer staatlich kontrollierten Produktion von jährlich 5 Tonnen rund 25 Prozent des Marihuana-Konsums in Uruguay zu beliefern. Der Preis soll bei 20 Pesos (75 Rappen pro Gramm liegen.

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Nach Angaben des Nationalen Drogenrats konsumieren 128'000 der 3,2 Millionen Uruguayer regelmässig Cannabis, jeder sechste davon täglich.

(sda/me)