Regisseur Quentin Tarantino hat sich unbeeindruckt von Aufrufen der US-Polizei zum Boykott seiner Filme gezeigt. Anstatt sich mit den Fällen von Polizeigewalt zu befassen, werde versucht, ihn einzuschüchtern und als Polizistenhasser darzustellen, sagte Tarantino der «Los Angeles Times» vom Dienstag. Dies sei aber nicht der Fall, betonte der Oscar-Gewinner.

Tarantino hatte unter anderem am 24. Oktober an einer Demonstration gegen Polizeigewalt in New York teilgenommen, bei der der Polizei Rassismus gegenüber Schwarzen und Latinos vorgeworfen wurde. Dabei hatte Tarantino gefordert, Gewalt von Polizisten schärfer zu ahnden.

Wut der Polizisten

Die Betroffenen müssten bis heute nur selten Strafe fürchten, kritisierte der Regisseur von «Pulp Fiction» und «Reservoir Dogs». Anschliessend riefen Polizeigewerkschaften in mehreren Bundesstaaten dazu auf, Tarantinos Filme, vor allem den zu Weihnachten in den USA neu erscheinenden «The Hateful Eight», zu boykottieren.

(sda/dbe/ama)