Nach dem spektakulären Gefängnisausbruch von Joaquín «El Chapo» Guzmán haben die USA ein Kopfgeld auf den mexikanischen Drogenboss ausgesetzt. Für Hinweise, die zu seiner Festnahme führen, will die Antidrogenbehörde DEA bis zu fünf Millionen Dollar bezahlen.

Es seien auch eine eigene Telefonnummer und Email-Adresse für Anzeigen eingerichtet worden, teilte die Behörde am Mittwoch mit. «Joaquín 'El Chapo' Guzmán hat in den USA und Mexiko Leben zerstört und seine Festnahme hat für die DEA hohe Priorität», sagte der kommissarische Behördenchef Chuck Rosenberg.

Durch Tunnel geflohen

«Seine Flucht stellt eine Gefahr für die Sicherheit beider Länder da.» Für den Fall einer Festnahme haben die Vereinigten Staaten seine Auslieferung beantragt.

Guzmán war am 11. Juli durch einen Tunnel aus einem Hochsicherheitsgefängnis im Zentrum Mexikos geflohen. Tausende Soldaten und Polizisten suchen den Chef des Sinaloa-Kartells im ganzen Land. Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft setzte ein Kopfgeld in Höhe von 60 Millionen Pesos (3,7 Mio. Dollar) aus.

(sda/dbe/chb)