Der Sommerbeginn 2015 ist ins Wasser gefallen. Am Wochenende war es bewölkt und nass. In den Alpen gab es gar eine dünne Schneedecke. Die sogenannte Schafskälte ist aber nichts Aussergewöhnliches für die Jahreszeit.

Zum astronomischen Sommerbeginn am Sonntag fehlte vom Badewetter jede Spur. Ganz im Gegenteil: Das Wetter war am Wochenende wechselhaft und deutlich zu kühl für die Jahreszeit, wie der Wetterdienst MeteoGroup mitteilte. Oberhalb von 2000 Metern, etwa auf dem Säntis, gab es am Sonntagmorgen sogar Neuschnee.

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Vielerorts 30-Grad-Marke geknackt

Man bekomme das Gefühl, der Juni sei grundsätzlich etwas durchzogen gewesen, resümierte MeteoNews am Sonntag. Doch der Schein trügt, denn in der ersten Monatshälfte wurde vielerorts die 30-Grad-Marke geknackt, wie der Wetterdienst weiter schreibt.

Obwohl es für Ende Juni recht kalt ist, kommen solch kühle Wetterphasen kurz vor Sommeranfang immer wieder vor, wie MeteoGroup festhält. Landläufig sind sie als «Schafskälte» bekannt. Der Name kommt von den frierenden Schafen, die meist in der ersten Junihälfte geschoren werden. Heuer kommt die Schafskälte etwas spät und bremst den Sommer aus.

Sonnenwende genau um 18.38 Uhr

Doch der Wetterdienst beruhigt: In der zweiten Wochenhälfte soll es dank einem Hoch über West- und Mitteleuropa wieder Sonnenschein und sommerlich warme Temperaturen geben.

Ganz genau fiel der astronomische Sommeranfang mit der Sonnenwende auf Sonntagabend um 18.38 Uhr. An dem Zeitpunkt stand die Sonne senkrecht über dem nördlichen Wendekreis. Das bedeutet auch, dass der Sonntag der längste Tag und die Nacht auf Montag die kürzeste Nacht des Jahres war.

Tage in der Schweiz unterschiedlich lang

Wegen der rund sechsstündigen Dämmerungsphase wird es in der Zeit der Sommersonnenwende fast gar nicht mehr dunkel. Über Zürich ist der Himmel beispielsweise nur während zwei Stunden und zehn Minuten komplett dunkel, wie SRFMeteo mitteilte. In den kommenden Wochen werden nicht nur die Tage wieder kürzer, sondern auch die Dämmerungsphasen.

Der längste Tag war auch nicht in der ganzen Schweiz gleich lang. In Bargen SH am Nordrand der Schweiz vergingen zwischen Sonnenauf- und untergang genau 16 Stunden. Im südlichen Chiasso TI dauerte der längste Tag laut SRFMeteo nur 15 Stunden 43 Minuten.

(sda/me)