Nach neuen Enthüllungen über das Verschwinden des Passagierflugzeuges vor gut einer Woche in Südostasien wächst in China die Kritik an den malaysischen Behörden. In einem scharfen Kommentar beklagte die amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua einen Mangel an zeitgemässen Informationen.

Der Text wurde am Montag in mehreren Zeitungen abgedruckt und kritisierte zudem eine «Vergeudung der massiven Suchbemühungen»: «Angesichts der heutigen Technologie riecht der Zeitverzug entweder nach Vernachlässigung von Pflichten oder einem Zögern, Informationen umfassend und rechtzeitig zu teilen. Das wäre unerträglich.»

Xinhua: Malaysia trägt Verantwortung

Malaysia trage unvermeidlich Verantwortung, aber auch andere Beteiligte wie der Flugzeugbauer Boeing, die Triebwerkshersteller Rolls Royce und die "Geheimdienst-Supermacht USA" hätten "bessere Arbeit leisten sollen". Unter den 239 Insassen an Bord der am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschollenen Maschine waren 154 Chinesen.

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Dass die neuen Erkenntnisse nur mit «schmerzhafter» Verspätung veröffentlicht worden seien, habe Gerüchte aufkommen lassen, was die Nerven der wartenden Familien wiederholt aufgerieben habe, beklagte die Staatsagentur.

(sda/moh)