In Haiti sind durch den Hurrikan «Matthew» mindestens 339 Menschen ums Leben gekommen und damit weit mehr als bislang bekannt. Das teilten die örtlichen Behörden am Donnerstag mit. Vier Tote gab es in der benachbarten Dominikanischen Republik.

Nach Angaben des UN-Büros für humanitäre Hilfe (OCHA) ist die Hälfte der elf Millionen Haitianer von dem Wirbelsturm betroffen, einige Regionen waren zwei Tage nach dem Durchzug des Hurrikans weiter von der Aussenwelt abgeschnitten.

 Windgeschwindigkeiten 215 Km/h

In der Nacht bewegte sich der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern über den Nordwesten der Bahamas auf die Atlantikküste des US-Bundesstaates Florida zu. Wie gross die Schäden auf den Bahamas waren, konnte noch nicht abgeschätzt werden.

In den USA brachten sich Millionen Menschen in Sicherheit. Präsident Barack Obama verkündete den Ausnahmezustand für die Bundesstaaten Florida, Georgia und South Carolina, was die unmittelbare Freigabe von Bundesmitteln für Notmassnahmen ermöglichte.

3 Millionen müssen sich in Sicherheit bringen

Die Behörden in Florida, Georgia und South Carolina ordneten die Evakuierung küstennaher Regionen an. Drei Millionen Menschen waren aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Der Hurrikan schöpfte auf seinem Weg in Richtung USA neue Kraft und wurde wieder auf die Stärke 4 hochgestuft - eine Stufe unter der Höchstkategorie, die er zwischenzeitlich ebenfalls erreicht hatte. Er könnte der verheerendste Hurrikan sein, der Florida seit "Andrew" im Jahr 1992 heimsucht.

(sda/chb)