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Erschüttert
Viele Tote bei Erdbeben im Kurdengebiet

Viele Tote bei Erdbeben im Kurdengebiet
Überlebende in de Stadt Sarpol-e-Zahab (Iran): Das Ausmass der Schäden ist noch unklar.Keystone

Bei einem schweren Erdebeben in der Grenzregion zwischen Iran und Nordirak wurden über 200 Menschen getötet. Die Rettungsmassnahmen laufen nur sehr zögerlich an.

Bei dem schweren Erdbeben in den südlichen Kurdengebieten in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak sind mindestens 207 Menschen ums Leben gekommen.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Isna in der Nacht zu Montag unter Berufung auf das iranische Innenministerium weiter berichtete, wurden zudem mindestens 1700 Personen verletzt. Nach Angaben des Gouverneur-Amts der Provinz Kermanschah im Westiran wurden die Opfer am Montag der Gerichtsmedizin übergeben.

Auch in Erbil zu spüren

Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die Region am Sonntagabend erschüttert. Nach Angaben des deutschen Geoforschungszentrums Potsdam lag das Zentrum des Bebens in etwa 34 Kilometern Tiefe in der iranischen Provinz Kermanschah. US-Experten der Erdbebenwarte USGS verorteten das Epizentrum etwas weiter westlich auf irakischer Seite der Grenze.

Mehrere kurdische Medien berichteten übereinstimmend, das Beben sei in zahlreichen kurdischen Städten und Provinzen wie Halabdscha, Erbil und Duhok zu spüren gewesen.

Dünn besiedelte Region

Die Rettungsarbeiten könnten aber erst am Morgen beginnen, wenn es wieder hell wird, hiess es. Wie viele Menschen sich noch unter den Trümmern befinden, war zunächst unklar. Irans Präsident Hassan Ruhani versprach den Menschen in der Erdbebenregion sofortige Hilfe.

Der türkische Gesundheitsminister Ahmed Demircan bot dem Nordirak Hilfe an, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Das Beben soll Berichten zufolge auch in weit entfernten Gebieten zu spüren gewesen sein, so in Kuwait und in Teilen der Türkei. Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) twitterte, man beobachte die Situation in der Erdbebenregion und halte sich für Einsätze bereit.

Die betroffene Gegend ist eine abgelegene Bergregion, die relativ dünn besiedelt ist. Das genaue Ausmass der Katastrophe war in der Nacht noch nicht abzusehen. Die meisten Schäden gab es Berichten zufolge in den iranischen Grenzstädten Ghassre Schirin, Sare Pole Sahab und Esgeleh.

(sda/gku/me)

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